RAUMPATROUILLE Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs ORION Die Zukunft im Nierentisch-Design ---Die Liste Aller Listen zur Kultserie--- von Markus Risser (fuer BOX OFFICE und TREKNEWS) INHALT O. VORBEMERKUNG I. EPISODE GUIDE a. Besetzung b. Episodenbeschreibung II. DIE SCHAUSPIELER a. Hauptdarsteller b. Staendige Nebendarsteller c. Gaststars III.VORGESCHICHTE, STAB UND STIMMEN a. Eine Idee entsteht b. Die Macher von Orion c. Resonanz IV. TECHNISCHE ANMERKUNGEN V. ORION NACH DEM FERNSEHEN a. Die Romane b. Die Autoren der Romane c. Die gescheiterten Fortsetzungen d. Das Comeback VI. ADRESSEN UND LITERATUR a. Fanclubs und interessante Adressen b. Orion-Literatur und Quellenangaben VII.ANHANG O. VORBEMERKUNG Mit dem vorliegenden Dokument praesentiere ich nicht ohne gewissen Stolz die erste Fassung eines Projektes, das man vielleicht ein wenig mit den von STAR TREK bekannten ListOfLists bzw. ListenAllerListen vergleichen moechte. RAUMPATROUILLE ist meiner Ansicht nach die einzige deutsche, ja euro- paeische TV-Serie, die ein mit Star Trek vergleichbares Fandom ausge- loest hat, und dies mit nur sieben Folgen im Vergleich zu den 79 ori- ginalen Star-Trek-Folgen, von den Trek-Kinofilmen oder TNG und Deep Space 9 gar nicht erst zu reden. Insofern kann man bei RAUMPATROUILLE und dem die Serie umgebenden Kult oder Mythos schon fast von einem einzigartigen Phaenomen sprechen. Auf jeden Fall kann gesagt werden, dass eine aehnliche Reaktion auf kein einziges deutsches oder europae- isches TV-Projekt erfolgte und somit dieser Serie nicht nur bei der Erstausstrahlung ein verdienter ueberwaeltigender Erfolg beschieden war, sondern seit Ende der Achtziger Jahre ein nicht zu erwartendes Comeback, welches noch immer anhaelt, beachtet man die juengste Ausstrahlung auf SAT 1 und den Erfolg der Video-Sammlerkollektion. Das Buegeleisen hat also nichts von seiner Faszination eingebuesst, auch wenn nun schon 27 Jahre seit der Erstausstrahlung ins Land gezogen sind. Gerade neuen ORION-Fans soll dieses Dokument vielleicht einiges an Information ueber Stars und Macher und den Kult um ORION bringen. Natuerlich kann dieses Dokument keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit erheben - hier bitte ich um Mitarbeit. Informationen, die in dieses Dokument gehoeren und noch nicht enthalten sind, bitte ich dringend an mich weiterzuleiten. An welchen Infos ich ganz besonders interessiert bin und wie man mich erreichen kann, das steht ganz am Ende dieses Dokuments. Und nun viel Spass beim Lesen und nicht vergessen - Alpha-Order von TRAV - Ruecksturz zur Erde! I. EPISODE GUIDE a. Besetzung Major Cliff Allister McLane - Dietmar Schoenherr Leutnant Tamara Jagellovsk - Eva Pflug Leutnant Hasso Sigbjoernsen - Claus Holm Leutnant Mario de Monti - Wolfgang Voelz Leutnant Atan Shubashi - F.G. Beckhaus Leutnant Helga Legrelle - Ursula Lillig General Winston Woodrov Wamsler - Benno Sterzenbach Oberst Henryk Villa - Friedrich Joloff Sir Arthur - Franz Schafheitlin Marschall Kublai-Krim - Hans Cossy General Lydia van Dyke - Charlotte Kerr Ordonanz-Leutnant Michael Spring-Brauner - Thomas Reiner b. Episodenbeschreibung Episode I: Angriff aus dem All Regie: Michael Braun Erstsendung: 17.09.1966 Gaststar: Liselotte Quilling (Ingrid Sigbjoernsen) Synopsis: Nach Strafversetzung zum Raumpatrouillendienst entdeckt Commander McLane mit der ORION eine von Ausserirdischen besetzte irdische Raumbasis. Zwei seiner Leute gelingt es, die Ausserirdischen zu vernichten. Inhalt: Nach der befehlswidrigen Landung auf dem Planeten Rhea wird Cliff McLane, Kommandant des Schnellen Raumkreuzers Orion VII samt Besatzung und Schiff von den schnellen Raumverbaenden zum Raumpatrouillendienst strafversetzt. Zudem bekommt die ORION-Crew noch eine Aufpasserin vom Galaktischen Sicherheitsdienst, Leutnant Tamara Jagellovsk, zugeteilt, die zukuenftige Extratouren verhindern soll. Als ersten Strafauftrag muss die ORION VII den Raumverkehr im Sektor 219-33-9 ueberwachen und sichern. Auf dem Weg dahin stolpert die ORION ueber einen ausgefallenen Funkrelaissatelliten, den McLane abschiessen will, was ihm aber von Jagellovsk verboten wird. Wenig spaeter passiert die ORION die Aussenbasis MZ 4, die von einigen Freunden der Crew bemannt wird, aber MZ 4 meldet sich nicht. Nach Diskussion mit Tamara Jagellovsk kann McLane ihr die Genehmigung entlocken, Shubashi und Sigbjoernsen zum Nachsehen nach MZ 4 zu schicken. Die beiden entdecken, dass die Besatzung von MZ 4 tot ist und sich kein Sauerstoff mehr in der Station befindet. Schon bald wird klar, dass Exoterristen, Ausserirdische, die sogar gegen Strahlwaffen immun sind, die Station uebernommen haben. Die ORION muss sich absetzen, als unbekannte fremde Raumschiffe das Schiff angreifen. Als die ORION sich von MZ 4 zurueckzieht, lassen die Raumschiffe ab und halten auf MZ 4 zu. Jagellovsk verlangt von McLane, da MZ 4 zweifelsfrei von Ausserirdischen besetzt ist, MZ 4 gemaess Vorschrift zu vernichten. Doch die Fremden blockieren die Energie- reserven der ORION und machen es ihr so unmoeglich, MZ 4 zu vernichten. Die ORION kehrt zur Erde zurueck, waehrend Sigbjoernsen und Shubashi verzweifelt versuchen, die Ausserirdischen auszuschalten. Die Vermutung, dass die Exoterristen keinen Sauerstoff vertragen koennen, fuehrt zu dem Plan, sie mit den Sauerstoffreserven aus Shubashi's Druckanzug zu ver- nichten. Der Plan gelingt, doch schon haben Shubashi und Sigbjoernsen ein neues Problem. Der automatisch gesteuerte Laborkreuzer CHALLENGER, der von MZ 4 eine Kurskorrektur erwartet, droht auf die Station zu stuerzen, da die Funkanlage von MZ 4 von den Ausserirdischen umgestellt wurde. Doch die CHALLENGER explodiert an einem von den Ausserirdischen um die Station gelegten Energieschirm. Shubashi kann die Funkanlage reparieren, die beiden werden gerettet. Episode II: Planet ausser Kurs Regie: Theo Mezger Erstsendung: 01.10.1966 Gaststars: Herbert Fleischmann (Dr. Schiller), Emil Stoehr (von Wennerstein), Heinz Beck, Gerhard Jentsch, Norbert Gastell (HYDRA-Crew) Synopsis: Die Frogs steuern eine Supernova auf die Erde zu. Die ORION findet die Leitstelle der Frogs, zerstoert sie und die Supernova. Inhalt: Das Raumschiff HYDRA von Mc Lane's ehemaliger Vorgesetzten General van Dyke entdeckt im Gebiet der Jagdhunde einen aus seiner Bahn geworfenen Planet, der die Merkmale einer Supernova aufweist. Bevor durch einen Energiesturm jeder Kontakt zur HYDRA abbricht, kann van Dyke TRAV noch mitteilen, dass die Supernova von den Frogs (den Ausserirdischen) von einer geheimen Basis aus auf die Erde zu gelenkt wird. In den Kreisen von ORB, GSD und Erdregierung wird diskutiert, was zu tun ist. Eine Evakuierung koennte nur 0,25 Promille der Erdbevoelkerung retten. Schliess- lich wird beschlossen, dass 200 Raumschiffe die Basis der Frogs suchen und vernichten sollen, in der Hoffnung dadurch den Kurs der Nova zu aendern. Auch die ORION beteiligt sich an der Suche und kann zunaechst Kontakt mit der HYDRA aufnehmen. McLane will zunaechst die HYDRA-Crew retten, doch Jagellovsk verbietet dies unter Androhung, den Leitstand der ORION zu vernichten. Dank der zweiten Peilung von der HYDRA kann die ORION die Frogs-Basis im Vesta-Sektor orten und zerstoeren, doch der Kurs der Supernova aendert sich nicht. Die ORION zuendet 15 Anti- materiebomben im Kurs der Nova, doch auch dieser Plan schlaegt fehl. McLane greift zu einer Verzweiflungstat - er laesst die ORION mit kontrateraener Energie aufladen und steuert sie ins Zentrum der Supernova, die Besatzung steigt im letzten Moment mit LANCETs aus. Tatsaechlich ist der Plan erfolg- reich, die Supernova wird zerstoert, die ORION-Crew schlaegt sich in den Beibooten zur HYDRA durch, wo sich die Besatzung mittlerweile in die Kaelteschlafkammern zurueckgezogen hat. Der ORION-Besatzung gelingt es, das schwer angeschlagene Schiff zu reparieren und zur Erde zurueckzukehren, wo McLane erst den Behoerden erklaeren muss, warum er mittlerweile seine siebte ORION zu Bruch geflogen hat. Episode III: Hueter des Gesetzes Regie: Theo Mezger Erstsendung: 15.10.1966 Gaststars: Alfons Hoeckmann (Rott), Helmut Brasch (Kommodore Ruyther), Nino Korda (GSD-Ordonanz), Christine Isensee (TRAV-Ordonanz), Herwig Walter (Richard Hall), Kunibert Gensichen, Siegfried Fetscher, Hans Wengefeld Synopsis: Auf einer Kolonie geraet nach einer Schiesserei die Programmierung der dortigen Roboter durcheinander. Der ORION-Crew gelingt es, die Roboter umzuprogrammieren und die Kolonisten zu befreien. Inhalt: Die ORION-Crew besucht einen Lehrgang in Roboterkunde, dessen Leiter unter anderem demonstriert, wie man einen defekten Roboter, dessen Programmierung der drei Robotergesetze durcheinandergeraten ist, abschalten kann. Bevor er jedoch dazu kommt, wird die ORION-Crew von Ordonanzleutnant Spring-Brauner zu einer Routine-Mission abberufen - die Abholung der Wochenberichte von einigen Ueberwachungssatelliten. Im Zielgebiet begegnet der ORION der Raum- frachter SIKH, der von McLane's altem Freund Kommodore Ruyther befehligt wird. Ruyther berichtet von eigenartigen Vorkommnissen auf der Kolonie Pallas, von der die SIKH Erzladungen abholen soll. Seit einiger Zeit gibt es keinen Kontakt mehr zu den Kolonisten und die Transportraketen enthalten nur noch Abraumschutt. McLane verspricht Ruyther, sich um die Angelegenheit zu kuemmern und nach Pallas zu starten. Um die Abwesenheit der ORION zu tarnen, bauen Shubashi und Legrelle mit ihrer LANCET ein Energiefeld von der Groesse der ORION, einen sogenannten "Laurin", auf. Die ORION, die mittlerweile fieberhaft von Spring-Brauner mit dringendem Ruecksturzbefehl gesucht wird, landet auf Pallas, wo die Crew zunaechst niemanden antrifft. In der unterirdischen Kolonie werden sie von Robotern ueberwaeltigt, entwaffnet und zu den restlichen Kolonisten gebracht, die im Bergwerksstollen arbeiten muessen. Der Kolonieleiter Hall berichtet, was vorgefallen war. Der Robotexperte Forester hatte die Droge Euphorin in die Kolonie geschmuggelt, woraufhin es zu einer Schiesserei kam, in deren Verlauf Forester erschossen wurde - die Roboter wurden Zeugen und gerieten daraufhin in einen Konflikt ihrer Programmierung - sie mussten gleichzeitig das erste und zweite Robotergesetz befolgen. Das beschaedigte ihre Elek- tronenhirne und verkehrte ihre Programmierung ins Gegenteil. Waehrend Spring-Brauner die gesamte 18. Uebungsflotte die ORION suchen laesst, gelingt es McLane, zwei der Roboter in eine Falle zu locken, sie mit Glueck umzuprogrammieren und mit ihrer Hilfe die restlichen Roboter zu entwaffnen und zu ueberwaeltigen. Die ORION startet, gerade noch rechtzeitig, um Shubashi und Legrelle aufzunehmen, die Energiereserven ihrer LANCET sind durch den Laurin vollkommen erschoepft. Wieder auf der Erde, erfaehrt die ORION-Crew, warum sie so fieberhaft gesucht wurde. Spring-Brauner hatte die Befehle vertauscht, nicht die ORION, sondern das Kadettenschulschiff ARION sollte die Satellitenberichte einholen. Episode IV: Deserteure Regie: Theo Mezger Erstsendung: 29.10.1966 Gaststars: Erwin Linder (Professor Sherkoff), Alfons Hoeckmann (Rott), Nino Korda (GSD-Ordonanz), Gerhard Jentsch, Norbert Gastell (HYDRA-Crew), Wolf Petersen, Hans-Dieter Asner Synopsis: Nach einem Fall von versuchter Desertion geraet auch die ORION-Crew in den Einfluss von Telenose-Strahlen der Frogs. Die Mannschaft durchschaut das Spiel der Frogs und vernichtet deren Basis mit der neuen Geheimwaffe Overkill. Inhalt: Die ORION VIII testet eine neue Geheimwaffe im Kampf gegen die Frogs, den sogenannten Overkill-Projektor, eine Waffe mit ungeheurer Zerstoerungs- kraft. Der Test verlaeuft positiv, was auch dringend noetig ist, haben die Frogs doch jetzt Abwehrschilde gegen die herkoemmlichen Lichtwerfer. Gleichzeitig ist die ORB in heller Aufregung. Commander Alonzo Pietro hat versucht, sich mit seinem Raumschiff XERXES zu den Frogs abzusetzen, was ein glattes Selbstmordmanoever ist, da die Frogs ja ohne Sauerstoff existieren. Im Verhoer sagt Pietro aus, sich an nichts zu erinnern. Die ORION wird beauftragt, in den abgelegenen Aussenbasen im Vesta-Sektor, wo auch Pietro Dienst tat, Overkill zu installieren. Um etwaige Auswirkungen von Raumkoller zu beheben, ist der Gehirnspezialist Professor Sherkoff mit von der Partie. Die ORION erreicht nach dreissig Tagen die erste Raumbasis, doch die dort stationierten Roboter melden sich erst nach Verzoegerung und greifen nach der Landung sogar die ORION-Crew an. McLane muss einen der Roboter unschaedlich machen. Obwohl sich auch die Stationen H5 und OLAF 1 nicht melden, installiert die ORION-Mannschaft Overkill auf der Basis, waehrend Sigbjoernsen die Raumueberwachung auf der ORION uebernimmt. Auf den Befehl, Kurs auf die zweite Basis zu programmieren, geht Sigbjoernsen an den Computer und programmiert Kurs auf AC/1000, wo sich die Hauptbasis der Frogs befindet. McLane entdeckt die Programmierung und gibt Sicherheits- alarm. Tamara Jagellovsk uebernimmt das Kommando ueber das Schiff und verhaftet Sigbjoernsen. Als sie ihn paralysieren will, wendet Helga Legrelle ein, dass vor Sigbjoernsen Jagellovsk selbst die Raumueberwachung ueber- nommen hatte und somit ebenfalls die Moeglichkeit hatte, den Kurs zu programmieren. Noch waehrend der Diskussion programmiert Mario de Monti ebenfalls Kurs auf AC/1000. Professor Sherkoff fordert Jagellovsk auf, sich auch einmal an den Computer zu stellen. Auch sie programmiert AC/1000. Sherkoff ist nun alles klar, die Frogs senden Telenosestrahlen aus, mit denen sie die Gehirnstroeme mit ihnen genehmen fremden ueberlagern koennen und somit den Willen des Betreffenden ausschalten koennen. McLane beschliesst, die Basis, von der diese Strahlen ausgesandt werden, zu vernichten und deswegen zum Schein zu desertieren. Wegen des Ausfalls von H5 und OLAF 1 kann TRAV nicht benachrichtigt werden, wo sofort Aufregung ausbricht. Die ORION schlaegt sich zum Feind durch, H5 und OLAF 1 sind vernichtet. Die HYDRA wird beauftragt, die ORION mit allen Mitteln zu vernichten, wird jedoch von Frogs angegriffen und abgedraengt. Die ORION erreicht die Feind- basis und vernichtet sie mit Overkill. Pietro ist rehabilitiert. Episode V: Der Kampf um die Sonne Regie: Michael Braun Erstsendung: 12.11.1966 Gaststars: Margot Trooger (SIE), Herbert Fleischmann (Dr. Schiller), Alexander Hogarth (Dr. Heine), Alfons Hoeckmann (Rott), Sigfrit Steiner (Dr. Stass), Vivi Bach, Rosemarie von Schach (Ordonanzen auf Chroma), Walter Gnilka, Wilfried von Aacken (Chroma-Wissenschaftler). Synopsis: Versuche des Planeten Chroma heizen die Sonne gefaehrlich fuer die Erde an. McLane gelingt es in einer Geheimmission auf Chroma, den drohenden Krieg zu verhindern. Inhalt: Waehrend einer weiteren Routinemission entdeckt die ORION niedere Vegetation auf bislang unfruchtbaren Asteroiden. Die Wissenschaftler auf der Erde vermuten Zusammenhaenge mit einer Hitzewelle auf der Erde, die zu Klima- katastrophen fuehren kann, verursacht durch Stoerungen im Energiehaushalt der Sonne. Auf einem weiteren Planetoiden entdeckt die ORION eine fremdartige LANCET, bemannt von zwei Personen, die, nachdem sie Shubashi gefangengenommen haben, ueberwaeltigt und zur Erde gebracht werden. Die beiden stammen von Chroma, einem entfernten Planeten, auf den sich ehemalige Erdkolonisten nach dem ersten galaktischen Krieg zurueckgezogen haben. Weil deren eigene Sonne erkaltet, heizen die Chroma-Bewohner die Sonne kuenstlich an, um ihre Energieversorgung zu sichern. Da auf der Erde erste Flutkatastrophen ge- schehen, plant man einen Angriff auf Chroma. McLane will den drohenden Krieg verhindern und laesst sich von GSD-Chef Villa einen Geheimauftrag zu inoffiziellen Verhandlungen mit den Chroma-Verantwortlichen geben und startet mit den beiden Chroma-Maennern. Chroma entpuppt sich als wahres Paradies, auf dem die Frauen das Sagen haben und Maenner lediglich als Gaertner, Wis- senschaftler oder Techniker fungieren. McLane wird zur Regierungschefin von Chroma gebracht, SIE. Waehrend McLane SIE zu ueberzeugen versucht, die Sonnenversuche einzustellen, empfaengt die ORION eine verschluesselte GSD- Meldung. Der Praeventivschlag gegen Chroma wird in den naechsten Stunden erfolgen. Jagellovsk dringt mit dem zweiten Chroma-Gefangenen, den ersten hatte McLane mitgebracht, ins Regierungsgebaeude von Chroma ein und wird prompt verhaftet. SIE fuehlt sich hintergangen und laesst auch McLane, der eigentlich langsam Fortschritte macht, einsperren. Tamara Jagellovsk und McLane kommen sich nun, im Augenblick des nahenden Todes, naeher, es kommt zu den ersten Kuessen. SIE platzt in die Romantik und gibt bekannt, dass Chroma die Sonnenversuche im letzten Moment gestoppt hat, als klar wurde, dass die Erd-Militaers keine Ruecksicht auf die ORION-Crew nehmen wuerde. Chroma und die Erde nehmen Verhandlungen auf, McLane bleibt zu de Monti's grosser Enttaeuschung als Verbindungsoffizier auf Chroma. Episode VI: Die Raumfalle Regie: Theo Mezger Erstsendung: 26.11.1993 Darsteller: Wolfgang Buettner (Tourenne), Reinhard Glemnitz (Ibsen), Hans Epskamp (Minister), Sigurd Fitzek (Verbannter) Synopsis: Die ORION geraet in die Gewalt eines Verbrechers, der eine Strafkolonie unter seine Herrschaft gebracht hat. Mittels eines Tricks koennen McLane und seine Leute die Kriminellen ueberwaeltigen. Inhalt: Erneut erhaelt die ORION einen wahnsinnig interessanten Auftrag: die ORION soll Lichtsporen bergen, die moeglicherweise fuer die Verbreitung jeglichen Lebens in der Galaxis verantwortlich sind. Darueber hinaus darf McLane auch noch einen Passagier mitnehmen - den Science-fiction-Autor Pieter-Paul Ibsen, der seine Beziehungen zum Obersten Befehlshaber der Raumbehoerde ausgenutzt hat, um den Trip mit der ORION mitmachen zu duerfen. Ibsen ist naemlich mit der Tochter eines Ministers verlobt und verschaffte sich so den Platz an Bord. Aeusserst widerwillig stimmt McLane zu, den Schreiberling an Bord zu nehmen, der schon bald beiden maennlichen Vertretern der ORION-Crew als arrogant verschrien ist, dafuer aber vor allem bei Helga Legrelle mehr als nur einen Stein im Brett hat. Im Zielgebiet ueberredet Ibsen McLane, ihn allein mit einer LANCET fliegen zu lassen, um die gewuenschten Proben einzusammeln. Doch Ibsen kommt vom Kurs ab und landet weitab vom Zielgebiet auf Mura, einer Straf- und Verbannungskolonie der Erde, auf dem die Gefangenen die Macht uebernommen haben. Zwei Startversuche Ibsen's scheitern, als er aussteigt, wird er von den Rebellen gefangen genommen. Der Anfuehrer der Rebellen, Tou- renne, zwingt Ibsen, nachdem er ihn ein wenig gefoltert hat, McLane und die ORION herbeizurufen. Erst nachdem Tamara Jagellovsk McLane ihr ausdrueck- liches Einverstaendnis erklaert hat, startet McLane nach Mura, der eigentlich tabu ist und nur vom GSD angeflogen werden darf. Auf der Erde ist man waeh- renddessen nervoes, ist doch die Lichtspruchverbindung zur ORION aufgrund von magnetischen Stoerfeldern abgebrochen, was den Minister schwer beunruhigt. Die ORION landet auf Mura, wo sich Tourenne meldet und droht, Ibsen umzu- bringen, wenn die ORION-Crew nicht unbewaffnet das Schiff verlaesst. McLane muss einwilligen, die ORION-Crew wird ueberwaeltigt und getrennt. Tourenne, ein Wissenschaftler, dessen skrupellose Menschenversuche mit neuartigen Laehmungsstrahglen ihn nach Mura gebracht haben, plant mit Hilfe der ORION die Flucht zu den Frogs, da er und seine Spiessgesellen die Menschheit zu- tiefst hassen. McLane verweigert jegliche Kooperation. Waehrenddessen gelingt Helga Legrelle und Tamara Jagellovsk der Ausbruch aus ihrer Zelle, sie koennten auch Mario, Hasso und Atan befreien und in die ORION fliehen, wo Hasso Sigbjoernsen ein Ultimatum stellt. Sollten Ibsen und McLane nicht innerhalb von 15 Minuten wohlbehalten an Bord der ORION sein, sprengt er das Schiff in die Luft. Tourenne gibt nach, McLane und Ibsen kommen an Bord, ein sofortiger Alarmstart misslingt, denn Tourenne's Leute haben einen Energieschirm, eine Raumschiffalle um den Landeplatz der ORION gelegt. Tou- renne verspricht McLane, seine Crew unversehrt zu lassen, wenn er seinen Leuten die Bedienung der ORION erklaert. McLane willigt ein, die Verbrecher kommen an Bord. Mit Hilfe eines Tricks kann McLane eine LANCET starten, die durch eine Explosion ein Loch in das Energiefeld reisst, durch das die ORION entkommen kann. Tourenne und seine Maenner werden ueberwaeltigt. Episode VII: Invasion Regie: Michael Braun Erstsendung:10.12.1966 Gaststars: Alexander Hegarth (Dr. Heine), Konrad Georg (Chefingenieur Kranz), Maurice Teynar (Dr. Requardt), Emil Stoehr (von Wennerstein), Wolf Rathjen, Gerhard Jentsch, Erich Fritze, Albert Hehn, Paul Glawlon, Willy Schaefer Synopsis: Oberst Villa und sein GSD-Stab werden von den Frogs "umprogrammiert" und bereiten eine Invasion der Frogs vor. McLane durchschaut Villa's Plaene und kann den Leitstrahl der Frogs auf dem Planeten Gordon vernichten. Inhalt: Der GSD-Kreuzer TAU mit Oberst Villa und seinem Stab an Bord sendet Notruf. Waehrend Kommandant Lindley von einem Lichtsturm springt, berichtet Villa in einem letzten Notruf von wechselnden gravitionellen Feldern und moeg- lichen Aktivitaeten von Exoterristen, dann setzt sich die Besatzung in den LANCET's ab und versucht nach Gordon durchzukommen. Aufgrund Villa's letztem Lichtspruch vermutet man in Zusammenhang mit McLane's Erlebnissen auf MZ 4 ein Einwirken der Frogs. Ueberraschend taucht Villa's LANCET wieder auf. Vor der Untersuchungskommission, der auch McLane angehoert, ist seitens Villa ploetzlich nur noch von einem normalen Lichtsturm die Rede. Auch macht Villa keine Angaben ueber den Zweck der Mission der TAU. McLane vermutet, dass Villa etwas verheimlicht, erst recht, als die geplante ORION-Mission der Auswertung von Raumueberwachungssatelliten vom GSD gestoppt wird, da ein GSD-Kreuzer den Einsatz uebernimmt. Endgueltig manifestiert sich McLane's Verdacht, als der GSD die Startbasenueberwachung uebernimmt. McLane ist ueberzeugt, dass auf Gordon etwas geschehen ist, was Villa zu verheimlichen sucht. Er bittet Tamara, ihm erstens einen Gespraechstermin bei Villa zu besorgen und zweitens ein bisschen in den GSD-Aufzeichnungen zu wuehlen. Ersteres gelingt, bei zweitem wird Tamara ertappt und von Villa verhaftet. Beim spaeteren Gespraech erhaelt McLane zu seiner Ueberraschung eine Start- erlaubnis nach Gordon und den Gravitations-Experten Kranz, der eine neue Erfindung gegen die Gravitationsfelder der Frogs erproben soll. Tamara sei bei einer laenger geplanten Fortbildungsmassnahme. Villa plant indes wirklich eine Invasion, die ORION stoesst auch bald auf riesige Frog-Verbaende. Der GSD stoert die Verbindungen der Erdaussenbasen und der im Raum befind- lichen Raumschiffe zu TRAV und erteilt Ruecksturzanweisungen. Auf der ORION uebernimmt Kranz das Kommando, als Villa droht, andernfalls Tamara zu toeten. Tamara gelingt es jedoch, die direkte Audioverbindung zwischen TRAV und GSD zu aktivieren, jedoch zu spaet. Die GSD-Agenten sprengen die Druckkammern der unterseeischen Startbasen und verhindern den Start der irdischen Raum- verbaende. Sigbjoernsen fingiert auf der ORION einen Maschinenschaden und verlangsamt die Fahrt nach Gordon, wo McLane und seine Crew ebenfalls um- programmiert werden sollen. Auf der Erde gelingt es dem Militaer, die GSD- Zentrale zu stuermen und Villa und seine Kumpane zu inhaftieren. Die HYDRA, eines der im Raum befindlichen Schiffe, soll die ORION angreifen, um McLane die Moeglichkeit zu geben, Kranz zu entwaffnen. Der Plan gelingt, Kranz wird ueberwaeltigt. Die ORION fliegt Gordon an und zerstoert den Leitstrahl der Frogs in letzter Sekunde, bevor die Frog-Verbaende die Erde erreichen. Zur Belohnung wird McLane zum Oberst befoerdert und die Strafversetzung aufge- hoben. McLane verspricht Tamara, deren Einsatz auf der ORION damit beendet waere, General van Dyke zu bitten, seine Gouvernante behalten zu duerfen. II. DIE SCHAUSPIELER a. Die Hauptdarsteller Cliff Allister McLane - Dietmar Schoenherr geb. 1926 in Innsbruck Filme (Auswahl): Junge Adler Deutschland 1944 Wintermelodie Frankreich 1947 Rosenmontag Deutschland 1955 Schachnovelle Deutschland 1960 Der laengste Tag USA 1962 Kohlhiesls Toechter Deutschland 1962 Sein bester Freund Deutschland 1962 Das Ungeheuer von London City Deutschland 1964 Sanders und das Schiff des Todes Deutschland 1965 Otto ist auf Frauen scharf Deutschland 1968 Komm nach Wien, ich zeig dir was! Oesterreich 1969 Die Story Deutschland 1983 Der Tod des weissen Pferdes Deutschland 1984 African Timber Deutschland 1989 Kain Deutschland 1971 (Regie) TV-Filme (Auswahl): Das kleine Teehaus 1967 Die Geschichte der 1002. Nacht 1969 Der Mann, der den Eiffelturm verkaufte 1970 Ihr 106. Geburtstag 19?? TV-Serien: Die fuenfte Jahreszeit 198? Fest im Sattel 198? Reporter 1991 TV-Shows: Galaabend der Schallplatte 1967 Wuensch dir was (Unterhaltungs-Show) Je spaeter der Abend (Talkshow) Leutnant Tamara Jagellovsk - Eva Pflug geb. vor dem 2. Weltkrieg in Leipzig Filme (Auswahl): Der Frosch mit der Maske Daenemark 1959 TV-Serien: Tim Frazer Deutschland 1964 Dem Taeter auf der Spur Deutschland 1972 Ein Fall fuer Zwei Deutschland 1990 Justitias kleine Fische Deutschland 1990 Buehne: Dreigroschenoper Leutnant Hasso Sigbjoernsen - Claus Holm geb. 1918 in Bochum als Helmut Gerhard Ozygus Filme (Auswahl): Das Bad auf der Tenne Deutschland 1943 Ehe im Schatten DEFA 1947 Der Pfarrer von Kirchfeld Deutschland 1955 Der 20. Juli Deutschland 1955 Der Glockengiesser von Tirol Deutschland 1956 Waldwinter Deutschland 1956 Flucht in die Tropennacht Deutschland 1956 Nachts, wenn der Teufel kam Deutschland 1957 Der Tiger von Eschnapur Deutschland 1958 Das indische Grabmal Deutschland 1958 Edgar-Wallace- und Jerry-Cotton-Filme Die Ehe der Maria Braun Deutschland 1979 TV-Serien: Berlin Alexanderplatz Leutnant Mario de Monti - Wolfgang Voelz Filme (Auswahl): Der Fuchs von Paris Deutschland 1957 Der Mann im Strom Deutschland 1958 Die 1000 Augen des Dr. Mabuse Deutschland 1960 TV-Filme: Ein Sarg fuer Mr. Holloway Deutschland 1968 TV-Serien (Auswahl): Stahlnetz Deutschland 1961 Sonderdezernat K 4 Deutschland 19?? Drei Damen vom Grill Deutschland 197? Graf Yoster gibt sich die Ehre Deutschland 197? Pippi Langstrumpf Leutnant Atan Shubashi - F.G. (Friedrich Georg) Beckhaus Filme (Auswahl): Der Mann im Pyjama Deutschland 1981 Ediths Tagebuch Deutschland 1983 Ein Schweizer namens Noetzli Deutschland/Schweiz 1988 TV-Filme (Auswahl): Freispruch fuer Old Shatterhand 1965 Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10 1972 TV-Serien: Stahlnetz Tatort Justitias kleine Fische Deutschland 1990 Leutnant Helga Legrelle - Ursula Lillig TV-Filme (Auswahl): Was ihr wollt 1958 Der zerbrochene Krug 1959 Der Schlaf der Gerechten 1962 b. Staendige Nebendarsteller General Winston Woodrov Wamsler - Benno Sterzenbach 1916 - 1985 TV-Rollen (Auswahl): Die Auster und die Perle 1954 Der Schlaf der Gerechten 1962 Koenig Richard III. 1964 Flug in Gefahr 1964 Pippi Langstrumpf 19?? PS 198? Oberst Henryk Villa - Friedrich Joloff geb. 1908 als Fridrich Jolowicz, gest. 1988 Filme (Auswahl): Die Halbstarken Deutschland 1956 Geheimakte M USA 1959 TV-Rollen (Auswahl): Koenig Richard III. 1964 Ein Sarg fuer Mr. Holloway 1968 Dem Taeter auf der Spur 1969 General Lydia van Dyke - Charlotte Kerr Witwe von Friedrich Duerrenmatt TV-Rollen (Auswahl): Alexander Zwo Deutschland 1972 Fleisch Deutschland 1979 Plutonium Deutschland 1979 Sir Arthur - Franz Schafheitlin Film: Titanic Deutschland 1943 Marschall Kublai-Krim - Hans Cossy gest. 1972 TV: Die Gentlemen bitten zur Kasse Deutschland 1966 Ordonanzleutnant Michael Spring-Brauner - Thomas Reiner TV: Funkstreife Isar 12 Deutschland 1961 c. Gaststars SIE - Margot Trooger Dr. Schiller - Herbert Fleischmann gest. 1984 TV: Dem Taeter auf der Spur 1969 Dr. Heine - Alexander Hegarth von Wennerstein - Emil Stoehr Tourenne - Wolfgang Buettner 1912 - 1990 TV: Soweit die Fuesse tragen 1959 Pieter-Paul Ibsen - Reinhard Glemnitz TV-Serie: Der Kommissar III.VORGESCHICHTE, STAB UND STIMMEN a. Eine Idee entsteht Schon zu Beginn der Sechziger Jahre entwickelte der deutsche Hoerspiel- und Fernseh-Autor Rolf Honold ein Konzept fuer eine utopische Fernseh- serie. Honold hatte 1956 nach seinem eigenen Drama "Geschwader Fleder- maus" das Drehbuch der Fernsehfassung geschrieben und zwei vielbeachtete Kriminalschauspiele, "Die Spinne" und "Orchideen auf Zimmer 19" geschrie- ben. Seine wahre Liebe jedoch gehoerte insgeheim der SF. Honold 1967: "Nach meinen Erfahrungen sieht unser Publikum lieber den Raumschiff- kapitaen Y als den ewigen Kommissar X." Im gleichen Interview forderte Honold uebrigens auch ein privates Fernsehen. Sein erstes Konzept jedoch scheiterte und so schrieb Honold die 1965 im ZDF ausgestrahlte TV-Serie "John Klings Abenteuer" (mit Helmut Lange und Uwe Friedrichsen). Doch bereits 1962 hatte Honold das Konzept zur "Raumpatrouille" vorgelegt - zunaechst schmorte es in den Aktenschraenken. Doch vergessen wurde das Konzept nicht und schliesslich wurde tatsaechlich die Bavaria Film GmbH mit der Realisierung beauftragt. Ein Hindernis waren zunaechst die fuer eine deutsche Produktion immensen Kosten. Der Etat belief sich schliess- lich auf 3,4 Millionen DM. Trotz der gemeinschaftlichen Anstrengungen von WDR, NDR, SDR und SWF musste noch das franzoesische Staatsfernsehen mit 20 % der Produktionskosten einspringen. Dafuer wurde dann auch eine Parallelversion in franzoesischer Sprache gedreht, in der einige fran- zoesische Schauspieler Nebenrollen uebernahmen. b. Die Macher von Orion Die Drehbuecher Fuer die Drehbuecher der Serie zeichneten Rolf Honold selbst und ein Autorenkollektiv, das sich das Pseudonym W.G. Larsen zulegte und hinter dem sich die Produzenten Hans Gottschalk, Helmut Krapp und Oliver Storz sowie die beiden Regisseure Michael Braun und Theo Mezger verbar- gen. Storz zeichnete als Drehbuchautor u.a. fuer die Fernsehbearbeitungen der klassischen Dramen "Wallenstein" und "Don Carlos" verantwortlich und erhielt den "Preis der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft fuer Fernseh- autoren von gesellschaftspolitischer Relevanz". Rolf Honold entwarf das Gesamtkonzept, blieb aber zu seinem eigenen Bedauern bei relativ bodenstaendigen Themen. Nach seinen Worten wollte er das mit SF-Themen noch recht unerfahrene deutsche TV-Publikum nicht ueberfordern. Honold verzichtete also auf paranormale Themen wie Tele- kinse oder Teleportation, schrieb eher "klassische" SF-Themen, die an- schliessend vom Atomphysiker Dr. Ernst Jung auf wissenschaftliche Stich- haltigkeit abgeklopft wurden. Regie Fuer die Regie zeichneten zwei echte Regie-Profis verantwortlich, die dem deutschen Fernsehen ihren persoenlichen Stempel aufgedrueckt hatten. Dr. Michael Braun hatte bereits 1961 einen der groessten TV-Hits insze- niert, "Funkstreife Isar 12". Auch nach der "Raumpatrouille" blieb Braun dem Fernsehen treu und inszenierte die sehr erfolgreiche TV-Serie "Salto Mortale" (1969) aus dem Zirkusmillieu und glaenzte mit dem auch von ihm geschriebenen Fernsehkrimi "Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10". Theo Mezger inszenierte insgesamt ueber 200 Filme und Serienfolgen, darunter einen der groesste TV-Erfolge des Fernsehens, das legendaere Fernsehspiel "Flug in Gefahr" mit Hanns Lothar, nach dem Roman von Arthur Hailey, zu dem Mezger auch das Drehbuch schrieb, fuehrte 1964 beim ersten SDR-"Tatort" Regie und war auch Regisseru aller 78 Folgen der Erfolgs- serie "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", in der Beppo Brehm und Maxl Graf einen Erfolg nach dem anderen feierte. Stab Regieassistenz: Brigitte Liphardt (I, V, VII) Guenther Richardt (II, III, IV, VI) Bauten: Rolf Zehetbauer Werner Achmann Kostueme: Margit Bardy, Vera Otto Make-up: Hannelore Pollak Schnitt: Johannes Nikel (I, V, VII) Anneliese Schoennenbeck (II, III, IV, VI) Ton: Werner Seth Musik: Peter Thomas Tanz-Choreographie: William Milli‚ Tricks: Theodor Nischwitz Werner Hierl Vinzenz Sandner Joerg Kunsdorff Goetz Weidner Kamera: Kurt Hasse W.P. Hassenstein Aufnahmeleitung: Manfred Kerchner Produktionsleitung: Michael Bittins Produkzenten: Hans Gottschalk Helmut Krapp Oliver Storz Produktion: Bavaria Atelier GmbH Auftraggeber: NDR, SDR, SWF, WDR, ORTF Franz. Fassung: Rene Barjavel Auch unter diesen Mitarbeitern findet sich deutsche TV- und Filmpromi- nenz. Rolf Zehetbauer, der bei den Bauten sein Improvisationstalent walten liess und Sanitaerarmaturen, Buegeleisen und Nierentische gekonnt in ein futuristisches Design verwandelte, erhielt spaeter einen Oscar fuer seine Arbeit in "Cabaret" (1971) und war natuerlich auch massgeblich an Bavaria-Erfolgen wie "Das Boot" und "Die unendliche Geschichte" sowie an Wolfgang Petersen's Hollywood-Debut "Enemy Mine" beteiligt. Eine wahre ORION-Modewelle loesten die Kostueme von Margit Bardy und Vera Otto aus. Obwohl die Schauspieler selbst ob der Umstaendlichkeit der Anzuge und Kleider alles andere als angetan waren, ist heute keine Moderetrospektive der Sechziger Jahre ohne den ORION-Look denkbar, auch wenn der "offizielle" Erfinder des Weltraumlooks heute der Pariser Designer CourrŠges war, der waehrend der Dreharbeiten zu ORION seine Space-Kollektion vorstellte. Die futuristischen und heute eher humoristischen Tanzeinlagen im Star- lightcasino wurden von William Milli‚ entworfen und choreographiert. Fuer die passende musikalische Begleitung sorgte die Musik von Peter Thomas, einem der gefragtesten deutschen Filmmusik-Komponisten. Mit seinem ORION-Thema schuf er einen unsterblichen Evergreen und auch seine weiteren Kompositionen, von ihm "New Astronautic Sound" genannt, sind von vielen heute noch DIE Musterbeispiele fuer futuristische Musik, und all dies ohne Synthesizer, mit einer "simplen" elektronischen Orgel eingespielt. Peter Thomas' weitere Werke sind zahlreiche Edgar-Wallace- und Jerry-Cotton-Filme, und bis weit in die Achtziger Jahre hinein sorgte er mit seinem knappen, fast schon minimalistisch-jazzigen Sound fuer Begleitung zu Krimiserien wie "Der Alte". Fuer die Trickszenen (mehr darueber in Teil IV) zeichnete Theodor Nischwitz verantwortlich, der die Trickszenen im Hinblick auf eine eventuelle Fortsetzung in Farbe drehte, obwohl es in Deutschland zum Zeitpunkt des ORION-Drehs noch kein Farbfernsehen gab. Nischwitz war vor ORION u.a. an "Das Spukschloss im Spessart", einer der wenigen wirklich gelungenen deutschen Nachkriegskomoedien (entstanden 1960 in mit Liselotte Pulver und Hans Clarin) und nach ORION an Grossproduktionen wie "Das Boot" (1981) und auch Roland Emmerich's "Moon 44" (1989) beteil- igt. Zwischendurch hielt er sich auch an eher anspruchslose Produktionen wie "Didi und die Rache der Enterbten". c. Resonanz Erwartungsgemaess negativ reagierte die etablierte deutsche Film- und Fernsehkritik, die auf pure Unterhaltung ausgesprochen empfindlich rea- giert und kaum eine Schimpfkanonade ausliess, um ueber ORION und die vermeintliche Ideologie zu wettern. Auch befuerchtete man eine intellek- tuelle Ueberforderung des Publikums und machte sich Sorgen, ob derart komplexe technische und wissenschaftliche Ausdruecke nicht den Geist des Durchschnittsdeutschen uebersteigen wuerden. Wie auch heute noch, hielten Fernsehgewaltige und -kritiker das Publikum fuer bloeder als es ist. Die Kritik vernichtete buchstaeblich alles an ORION - die angeblich faschistische Ideologie der Handlung, die jazzige Musik, die als zu laut und aufdringlich empfunden wurde und die Fremdwoerterver- wendung. Noch bis weit in die Siebziger Jahre hinein musste ORION als Synonym fuer Schund herhalten. Bei all diesen Ereiferungen, deren Zitierung ich mir hier spare (hier sei auf das ORION-Fanbuch verwiesen), sollte man annehmen, dass die Serie vom Publikum gemieden werden sollte wie Weihwasser vom Teufel, doch dem war nicht so. Die Einschaltquote lag bei erstaunlichen 44 Prozent, was nur knapp hinter absoluten Stras- senfegern wie Kuhlenkampff oder Durbridge-Krimis zuruecklag und wer zusah, war zumeist begeistert. ORION avancierte schnell zum Kultobjekt, die Zeitschriften ueberschlugen sich mit ORION-Mode, Make-up und Frisuren, Merchandising wurde erstmals in Deutschland richtig aktiv mit Spielen, Trinkglaesern, Soundtrack-Platten etc... Auch das Ausland wurde vom ORION-Fieber erfasst. Die Raumpatrouille lief in Frankreich, Oester- reich, der Schweiz, Italien, Belgien, Holland, Schweden, Jugoslawien, Ungarn und besonders erfolgreich in Suedafrika. Die Gesellschaft Trans- tel, die deutsche Fernsehprogramme kostenlos an Entwicklungslaender sendefertig synchronisiert weitergibt, hatte auch ORION im Programm. Auch das amerikanische Fernsehen zeigte sich anlaesslich einer Probe- vorfuehrung interessiert. Den Start der ORION in die US-Haushalte ver- hinderte letztendlich nur, dass die Serie in schwarz-weiss gedreht war und in Amerika bereits das Farbfernsehen verbreitet war. Die erste Wiederholung erfolgte bundesweit im Fruehjahr 1968, zu einem Nachmittagssendetermin, und erreichte immer noch eine Sehbeteiligung von 13,7 %. Im Herbst 1975 wurde ORION wieder ins Abendprogramm gehievt und erreichte die Traumquote von 38 %. In den dritten Programmen wurde die Serie 1973 und 1987 im WDR gezeigt, 1979 in SWF und SDR, 1979/80 im HR, 1980/81 im NDR und 1988 im BR. IV. TECHNISCHE ANMERKUNGEN Drehorte Die Dreharbeiten dauerte 19 Wochen, wobei ein ueberwaeltigender Gross- teil der Aufnahmen in den Bavaria Studios gedreht werden konnten, nur drei Tage wurden fuer Aussenaufnahmen verwendet. Diese sollten ursprueng- lich in Island stattfinden, um dort die gewuenschte mondlandschafts- artige Landschaft einzufangen. Doch die Produzenten stiessen noch auf eine Schutthalde in Peissenberg bei Muenchen, die diese Anforderungen ebenfalls erfuellte und wesentlich preiswerter war, sehr zum Missver- gnuegen der Schauspieler, die geplant hatten, von Island aus zu einem kurzen US-Trip aufzubrechen. Den Regierungssitz von Chroma markierte das Schloss Tutzing am Starnberger See, eine wohl etwas angenehmere Kultstaette fuer reisewuetige Orionauten. Spezialeffekte Einen Loewenanteil der Faszination ORION machen natuerlich die Spezial- effekte aus, die mit vergleichsweise primitiven, dafuer umso einfalls- reicheren Mitteln (im Vergleich zu US-Produktionen) von Theo Nischwitz und seiner Crew ausgetueftelt wurden. Das Raumschiff ORION selbst wurde dreifach in Modellform gefertigt, die zwischen dreissig und einhundertsechzig Zentimetern massen. Die verwendeten Materialien: Gips, Holz, Plexiglas und Aluminium. Fuer die Flugszenen wurde die bewaehrte Methode der nahezu unsichtbaren Nylonfaeden vor schwarzem Hintergrund verwendet, der Sternenhimmel wurde separat aufgenommen und schliesslich einkopiert, fuer den Fall eines Planetenueberfluges gab es noch eine dritte Filmrolle, die ebenfalls einkopiert wurde. Die Tiefseebasis 104 war in Wirklichkeit der Muenchner Koenigsplatz, die dort zwangslaeufig herumstehenden Haeuser wurden mit den Hintergruenden, wie sie spaeter zu sehen waren, ueberkopiert. Die Startsequenz wurde im Wasserbecken der Technischen Hochschule rea- lisiert. Der Strudel, aus dem die ORION auftaucht, wurde durch Wind- maschinen in dem Zwei-Meter-Becken realisiert. Durch den Einsatz einer um 80 Grad gedrehten Cinemascopelinse und einer fuenffach schnelleren Kamera (120 Bilder pro Sekunde) entstand schliesslich der taeuschend echte Eindruck. Der Hintergrund-Himmel wurde wieder einkopiert. Der Effekt der aufsteigenden Orion unter Wasser wurde in einem Aquarium erzeugt - mit einer ins Wasser geworfenen Alka-Selzer-Tablette. Damit die Blasen auch in die richtige Richtung zeigten - naemlich von oben nach unten, wurde der Effekt mit einer auf dem Kopf stehenden Kamera gefilmt. Das Starlight Casino bestach mit seinen Fischen, die im Hintergrund hinter den Fensterscheiben herumschwammen - fuer diese Aufnahmen genuegte ein Besuch im Aquarium des Berliner Zoos. Sehr lebensecht wirken heute noch die Roboter, die in Wirklichkeit nur dreissig Zentimeter gross waren und in Zeitlupe aufgenommen wurden, um die Geschwindigkeit der Bewegungen anzupassen. Die Aufnahmen wurden dann in die Szenerie einkopiert (was man manchmal recht deutlich merkt, so z.B. in IV. Deserteure). Die Frogs sollten urspruenglich durch Gallertfiguren verkoerpert wurden, doch davon nahm man Abstand und arbeitete mit fotomechanischen Tricks, mit denen die Umrisse von Statisten mit den fluoriszierenden Effekten ueberlegt wurden. Der Overkill-Effekt, die Zerstoerung des Planets Gordon, wurde mit einer Mischung aus Reis, Bohnen und Kaffee erzielt, die mit Druckluft "ge- sprengt" wurde und erneut in fuenffacher Geschwindigkeit aufgenommen wurde. Auch Spiegeltricks wurden angewandt, so z.B. die Parklandschaft in V. Der Kampf um die Sonne oder die Bilder auf der Zentralen Bild- platte der ORION. Fuer Planetenueberfluege aus dieser Perspektive wurde uebrigens schlicht das Foto einer Kraterlandschaft als Quelle verwendet, das Luftaufnahmen zu unruhig gewesen waeren. Wo die Technik die Trickexperten endgueltig im Stich liess, wurden Zei- chentrickeffekte verwendet, so z.B. der Einstiegsschach der ORION, der Irrlaueferin II. Planet ausser Kurs und verschiedene Raumstationen. An dieser Stelle soll natuerlich auch noch einmal das Kultobjekt der Serie schlechthin, das Buegeleisen, erwaehnt werden, das als Hauptschal- ter im Maschinenraum sowie als Handpruefgeraet in IV. Deserteure fungiert. Aber auch weitere Requisiten wie Loetkolben, Spraydosen, Wasserhaehne, Garnrollen oder Plastikbecher feierten als Instrumente, Anzeigen, Geraete oder Waffen froehliche Urstaend auf der ORION. Phantasievoll glichen Tricktechniker, Architekten und Requisiteure also mangelnde technische und finanzielle Moeglichkeiten aus - gerade dies macht heutzutage den nostalgischen Reiz der Raumpatrouille aus. V. ORION NACH DEM FERNSEHEN a. Die Romane ORION war im Fernsehen ausgelaufen, als sich der damals im SF-Bereich fuehrende Moewig-Verlag (der bereits die Romanserie Perry Rhodan und die Terra-Romane herausbrachte), die Buchrechte an der Serie sicherte und den Hausautor Hanns Kneifel mit der Umsetzung beauftragte. Kneifel hatte nun die schwere Aufgabe, die Drehbuecher in romantauglichen Stoff umzusetzen. Das war nicht leicht, fiel ihm doch die Aufgabe zu, wissen- schaftliche Patzer zu bereinigen, logische Fehler auszumerzen, was aber auch teilweise nach hinten losging, weil Kneifel hin und wieder sich selbst in Widersprueche verwickelte. Ausserdem veraenderte er Raenge, Dienstbezeichnungen und Schreibweisen. Wamsler und Kublai-Krim tauschten die Raenge, aus Helge Legrelle wurde eine normale Funkerin und Cliff Allister McLane schrieb sich nunmehr Clif Allistair McLane. Im Gegensatz zu der Serie sind in den Romanen nur die militaerischen Einrichtungen submarin angelegt, waehrend die Menschheit weiterhin an der Oberflaeche lebt. Hingegen kam der lockere Umgangston und die Selbstironie der Serie Kneifels Schreibstil entgegen. Die Romane wurden ausserordentlich er- folgreich und was der TV-Serie versagt blieb (siehe c.), gelang den Romanen - sie wurden fortgesetzt, mit Band 8 "Die Erde in Gefahr". Kneifel aenderte hier wiederum die Vorgabe der TV-Serie, McLane war nicht wieder in den Schnellen Kampfverbaenden taetig, sondern eine Art Super-Raumpatrouille, eine schnelle Eingreiftruppe, die noetigenfalls mit allen Vollmachten ausgestattet, eigenmaechtig handeln konnte. Kneifel entwickelte die Charaktere weiter und goennte McLane in Band 12 einen Seitensprung von Tamara, liess ihn aber am Ende wieder zurueck- kehren. Aber Kneifel fand es zunehmend schwieriger, neue Abenteuer fuer die ORION zu erfinden. Kneifel geriet vielleicht deswegen in Termin- schwierigkeiten, und so sprang mit Band 16 einmalig Ernst Vlcek ein, der in "Revolte der Puppen" Pieter-Paul Ibsen zurueckkehren liess, aber die Leser kamen mit Vlcek's Stil nicht so zurecht und so feierte Kneifel mit Band 17 sein Comeback, in dem McLane sich von Tamara Jagellovsk trennte und mit der Ausserirdischen Ishmee 8431 anbaendelte. Gleichzeitig markierte Band 17 den ersten Band des Dara-Zyklus, der sich bis zum 26. Roman hinzog. Dieser Zyklus basierte auf den Ideen von Erich von Daeniken um "antike Raumfahrer". Die Dara besuchten die Erde vor 10.000 Jahren. In Band 20 trifft die ORION-Crew auf die verfeindeten Gruppen der Dara- Nachfolger und schlagen sich auf die Seite der Turceed-Fraktion. Kneifel enthuellt, dass die Frogs Produkte der Dara sind und schlagen den boesen Simer. In der Folgezeit entfernte sich Kneifel immer mehr von der TV- Vorlage, fuehrte neue Figuren wie den raubtieraehnlichen Prac'h Glanskis ein und tauschte alte Bekannte wie Kublai Krim gegen neue Leute aus. ORION begann sich endgueltig von der TV-Vergangenheit zu loesen und versuchte, eine neue, eigene Identitaet zu erringen. Mit Band 34 begann Kneifel einen neuen Zyklus, den sogenannten "Sternenschiff"-Zyklus. Die ORION-Crew nimmt hier an einem Trainingsprogramm teil, das die besten Raumfahrer fuer ein Sternenschiff, also ein richtiges Tiefenraumschiff, ermitteln soll. Dazu versuchen sich die ORIONauten als Wikinger, Nomaden und Suedseeinsulaner. Kneifel-Kenner wissen natuerlich, dass seine Spe- zialitaet abenteuerliche, meist in anderen Zeitepochen angesiedelte Geschichten sind (vgl. ATLAN-Zeitabenteuer) und mit diesem Zyklus liess Kneifel dieser seiner Leidenschaft erneut freien Lauf. Was das ganze noch mit ORION zu tun hatte, bleibt dahingestellt. Die Abenteuer des Sternenschiffes sollten die ORION-Serie, die mittlerweile mit ruecklaeuf- igen Verkaufszahlen zu kaempfen hatte, zu neuen Ufern fuehren, beein- flusst von der Fuenfjahresmission der Enterprise in neue Galaxien vordringen. Doch vorlaeufig kam es nicht mehr dazu, da der Moewig-Verlag im Dezember 1970 die Serie einstellte. Kneifel blieb auf drei Manuskripten sitzen, war aber nicht allzu traurig ueber den Stop der Serie, konnte er sich doch nun wieder endlich eigenen Projekten widmen. Zwei Jahre dauerte es fast, bis ORION wieder Fluegge wurde. Der Bauer- Verlag, der inzwischen die Verlage Moewig, Pabel und Semrau aufgekauft hatte, lancierte eine Neuauflage der bislang erschienenen ORION-Romane innerhalb der Heftromanserie TERRA ASTRA, wo die Romane vierwoechentlich stark gekuerzt erschienen. Nach dem Durchlauf der 35 bis dato erschienen- en Romane brachte man nun auch die uebrig gebliebenen drei fertigen Manu- skripte heraus und ueberredete Kneifel auch noch zu vier weiteren Romanen, die den Sternenschiff-Zyklus inhaltlich abschlossen. Im September 1975 ernannte eine ausserirdische Macht die ORION-Crew zu "Huetern der Mensch- heit", so in Band 41, und beendete damit nach seinem Willen die ORION- Serie. Doch Kneifel hatte die Rechnung ohne die Fans gemacht. ORION boomte wieder einmal, die Serie erschien inzwischen auch in Schweden, also war klar, es musste weitergehen. Kneifel hatte zwar wohl Lust, an der Serie weiterzuschreiben, jedoch nicht als Alleinverantwortlicher. So wurde H.G. Ewers, ein weiterer Perry-Rhodan-Stammautor, zum neuen Expose-Autor ernannt. Ewers begann mit einem Rundumschlag. Er liess die ORION-Crew nach ihrem Sternenschiff-Abenteuer zur Erde zurueckkehren, wo mittlerweile 67 Jahre vergangen waren. Mit diesem Zeitsprung elimi- nierte Ewers praktisch alle Vorgaben von TV-Serie und Kneifel-Romanen. Ewers' Hauptthema war die Konfrontation der beiden kosmischen Urmaechte Rudraja und Varunja, wobei erstere das Chaos und die Zerstoerung, letzt- ere eine "kosmische Ordnung zur freien Entfaltung der Kulturen" im Schilde fuehren. Nach der grossen Konfrontation der Maechte bleiben nur Bruchstuecke der beiden Fraktionen uebrig, wobei die Varunja die ORION- Crew als ihre "Nachfolger" ausersehen hat. Im Juli 1976 erschien der erste ORION-Roman aus Ewers' Expose-Werkstatt, als Mitautoren fungierten Kneifel und H.G. Francis (ein weiterer Moewig-Hausautor, bekannt auch durch seine Jugendbuecher). Doch nur fuenf Ausgaben waehrte das Glueck, dann stoppte die Serie erneut, doch diesmal aus erfreulicherem Anlass. Der Erfolg der ORION-Serie war so ueberwaeltigend, dass man sich bei Pabel-Moewig entschloss, ORION aus TERRA ASTRA auszugliedern und wieder zu einer eigenstaendigen Serie zu machen. Zum Unwillen der Fans begann man aber erneut mit Band 1 "Angriff aus dem All", so dass fast ein Jahr lang kein neuer ORION-Roman erschien. Die ORION-Serie wurde in ihrer Aufmachung (silbernes Cover) stark an die alte Taschenbuchserie ange- lehnt, doch prangten dieses Mal gezeichnete Cover von Eddie Jones (spaeter Themistokles Kanelakis) auf dem Umschlag. Ab Band 28 erhielt die Serie eine eigene Leserkontaktseite, auf der neben Leserbriefen und Risszeich- nungen u.a. auch ein Beitrag von Wolfgang Voelz ueber die gute alte ORION- Zeit zu finden war. Im Oktober 1977 erschien dann endlich der naechste neue ORION-Roman, "Die Hypnobasis" von Hanns Kneifel. Nach nur drei Romanen schied H.G. Francis aus und wurde durch Harvey Patton und Horst Hoffmann ersetzt. Ewers' neue Konzeption erwies sich allerdings bald als zweifelhaft, tauchten doch immer oefter alte Figuren in neuem Gewand auf. Anstelle von Lydia van Dyke gab es nun eine Leandra de Ruyter, ein Michael Spring-Brauner wurde durch Brian Hackler ersetzt. Der neue GSD-Chef Tunaka Katsura verpasste der ORION-Crew, die schon bald die ORION X flog, eine neue Aufpasserin in Form von Norma Russel, die aller- dings nicht auf Cliff McLane flog, sondern auf Mario de Monti. Es zeich- nete sich ab, dass sowohl Ewers' Ideenlosigkeit, was die Charaktere betraf, als auch seine Grundkonzeption der Varunja/Rudraja-Auseinander- setzung nicht sehr gut ankam. Die Verbindung zur TV-Serie war voellig abgerissen. Selbst Hanns Kneifel aeusserte sich unzufrieden ueber Ewers' Konzeption. Mit Band 81 hatten die Abenteuer der ORION mal wieder ihr Ende als eigenstaendige Serie, fortgesetzt wurde die Reihe wieder im Vierwochen-Rhythmus in TERRA ASTRA (Juni 1978). Die Kritik ging an Ewers nicht spurlos vorbei und so genehmigte er Horst Hoffmann die "Jugendabenteuer" der ORION-Crew zu schildern, die etwa 15 Jahre vor der TV-Serie spielten und die Erlebnisse der Raumfahrer als Kadetten und Jungspunde schilderten. Hoffmann brachte nun endlich ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Spring-Brauner, Wamsler oder Kommodore Ruyther. In seinem Amalh-Zyklus erzaehlte er die Geschichte des Zweiten Stellaren Krieges und baute auch die in der TV-Serie erwaehnten Extratouren McLane's in die Handlung ein. Allerdings unterliefen ihm auch einige interne Feh- ler, der schwerwiegendste wohl der, ausserirdische Maechte als Draht- zieher des Krieges agieren zu lassen, obwohl die TV-Serie ja klar die Begegnung mit den Frogs als erste ausserirdische Erfahrung der Mensch- heit setzt. Um die Situation zu bereinigen, bediente sich Hoffmann in seinem zehnten Jugendabenteuer "Der Fuenferrat" eines Kunstgriffes und liess das "Grosse Vergessen" ueber die Menschheit kommen. Die Serie schlidderte dennoch weiter in die Krise. Die Autoren verzettelten sich in Unstimmigkeiten und entwickelten den humorvoll-ironischen Ton der TV-Serie in ein Uebermass an Flapsigkeit. Wie Joerg Kastner im ORION- Fanbuch schreibt: "Wenn sich die ORIONauten, wie die Crew in den spaeteren Romanen genant wurde, unterhielten, klang das weniger nach erfahrenen Raumfahrern im Offiziersrang als nach einer Truppe alkoholisierter Schwaetzer." Anfang/Mitte der Achtziger Jahre setzte in Deutschland das grosse Heft- romansterben ein, auch TERRA ASTRA blieb davon nicht verschont. Der Erscheinungsryhthmus wurde auf vierzehntaeglich umgestellt, was bedeutet haette, dass es nur alle 8 Wochen neues ORION-Lesefutter gegeben haette. Der Verlag kluegelte ein seltsames System aus, nachdem abwechselnd jedes zweite und vierte Heft ein ORION-Roman war. Unter diesen Umstaenden war natuerlich an Zyklen nicht mehr zu denken und die Autoren kehrten zu Einzelabenteuern zurueck. Aber auch diese konnten die Serie nicht mehr retten. Mit Band 145, "Die Zeitblockade", schloss Ewers die Serie ueberhastet ab. Das urspruenglich geplante 11. Jugendabenteuer von Horst Hoffmann "Experimente auf Sargon II" erschien nicht mehr. Zwar war zunaechst nur von einer Pause und keiner Einstellung die Rede, aber seitdem erschien kein neuer ORION-Roman mehr. Harvey Patton schrieb zwar mit dem ORION-Fanclub "Uraceel" zwei inoffizielle Romane, die die ORION-Crew zurueck in ihre alte Zeit, also die der TV-Serie, befoerderte, und als TERRA ASTRA-Roman Nr. 615 erschien ebenfalls von Patton der Roman "Fallen im Nichts", der verdaechtig an ein nicht mehr verwendetes ORION-Manuskript erinnert, aber das Kapitel ORION-Romane war beendet. 1983 brachte der Tosa-Verlag sechs Hardcover-Baende mit den ersten achtzehn Romanen von Kneifel heraus, die aber dank einer schwachen Auf- machung (auf einem Cover prangte sogar die ENTERPRISE) katastrophal unterging. Erst im Zeichen des allgemeinen ORION-Revivals Ende der Acht- ziger Jahre wagten gleich zwei Verlage das Experiment, ORION wiederauf- zulegen. Der Zuericher Haffmans-Verlag brachte die ersten sieben Romane, also die zur TV-Serie in angemessenem Design, als Taschenbuecher auf den Markt, waehren sich der Goldmann Verlag die Rechte an einem ganzen Paket ORION-Romane, beginnend ab Band 19 zuzueglich Band 10 und 14 sicherte. ORION-Romane - Die Liste (in Klammern Erscheinungsdaten) 1. Kneifel - Angriff aus dem All (1968/1972/1976/1990) 2. Kneifel - Planet ausser Kurs (1968/1972/1976/1990) 3. Kneifel - Die Hueter des Gesetzes (1968/1972/1976/1990) 4. Kneifel - Deserteure (1968/1972/1976/1990) 5. Kneifel - Der Kampf um die Sonne (1968/1972/1976/1990) 6. Kneifel - Die Raumfalle (1968/1972/1976/1990) 7. Kneifel - Invasion (1968/1973/1977/1990) 8. Kneifel - Die Erde in Gefahr (1968/1973/1977) 9. Kneifel - Planet der Illusionen (1968/1973/1977) 10. Kneifel - Wettflug mit dem Tod (1968/1973/1977/1991) 11. Kneifel - Schneller als das Licht (1969/1973/1977) 12. Kneifel - Die Mordwespen (1969/1973/1977) 13. Kneifel - Kosmische Marionetten (1969/1973/1977) 14. Kneifel - Die toedliche Ebene (1969/1973/1977/1991) 15. Kneifel - Schiff aus der Zukunft (1969/1973/1977) 16. Vlcek - Revolte der Puppen (1969/1973/1977) 17. Kneifel - Verschollen im All (1969/1973/1977) 18. Kneifel - Safari im Kosmos (1969/1973/1977) 19. Kneifel - Die unsichtbaren Herrscher (1969/1973/1977/1990) 20. Kneifel - Der staehlerne Mond (1969/1974/1977/1990) 21. Kneifel - Staatsfeind Nummer Eins (1969/1974/1977/1990) 22. Kneifel - Der Mann aus der Vergangenheit (1969/1974/1977/1990) 23. Kneifel - Entfuehrt in die Unendlichkeit (1970/1974/1977/1990) 24. Kneifel - Die phantastischen Planeten (1970/1974/1977/1990) 25. Kneifel - Gefahr fuer Basis 104 (1970/1974/1977/1990) 26. Kneifel - Die schwarzen Schmetterlinge (1970/1974/1977/1990) 27. Kneifel - Das Eisgefaengnis (1970/1974/1977/1991) 28. Kneifel - Bohrstation Alpha (1970/1974/1977/1991) 29. Kneifel - Das Team der Selbstmoerder (1970/1974/1977/1991) 30. Kneifel - Der Raumpirat (1970/1974/1977/1991) 31. Kneifel - Der Koenigspfad (1970/1974/1977) 32. Kneifel - Die traeumende Erde (1970/1974/1977) 33. Kneifel - Spirale zu einer anderen Welt (1970/1975/1977) 34. Kneifel - Wikinger der Sterne (1970/1975/1977) 35. Kneifel - Der Todesmarsch (1970/1975/1977) 36. Kneifel - Training fuer die Sterne (1975/1977) 37. Kneifel - Unternehmen Phoenix (1975/1977) 38. Kneifel - Jaeger zwischen den Sternen (1975/1977) 39. Kneifel - Toedlicher Sternentraum (1975/1977) 40. Kneifel - System der tausend Raetsel (1975/1977) 41. Kneifel - Hueter der Menschheit (1975/1977) 42. Ewers - Kreuzweg der Dimensionen (1976/1977) 43. Ewers - Der Mordroboter (1976/1977) 44. Kneifel - Gefahr vom Jupiter (1976/1977) 45. Francis - Erbe des Infernos (1976/1977) 46. Ewers - Kristall des Todes (1976/1977) 47. Kneifel - Die Hypnobasis (1977) 48. Francis - Duell der Koerperlosen (1977) 49. Hoffmann - Invasionsbasis Roter Planet (1977) 50. Kneifel - Fluchtburg im Weltraum (1977) 51. Francis - Kinder der Blauen Blume (1977) 52. Kneifel - Stimmen vom Jupiter (1977) 53. Kneifel - Goldener Kaefig Saturn (1977) 54. Kneifel - Phantom-Baby (1977) 55. Patton - Der Transmitterkreis (1977) 56. Hoffmann - Invasion aus dem Meer (1977) 57. Ewers - Zeitfestung Titan (1977) 58. Kneifel - Der Killersatellit (1977) 59. Patton - Die magischen Spiegel (1978) 60. Hoffmann - Das Planeten-Monstrum (1978) 61. Patton - Erbe der Uminiden (1978) 62. Hoffmann - Raumrelais Theta schweigt (1978) 63. Hoffmann - Soeldner der toten Goetter (1978) 64. Kneifel - Kosmisches Wespennest (1978) 65. Ewers - Spukschloss im Weltall (1978) 66. Kneifel - Botschaft aus dem Jenseits (1978) 67. Patton - Welt der Vulkane (1978) 68. Patton - Planet der Amazonen (1978) 69. Hoffmann - Bote des Infernos (1978) 70. Kneifel - Der Amnesie-Faktor (1978) 71. Kneifel - Die Koenige von Mu (1978) 72. Hoffmann - Magnetische Sterne (1978) 73. Patton - Waechter im Weltall (1978) 74. Hoffmann - Welt fuer Anfaenger (1978) 75. Ewers - Kosmische Parasiten (1978) 76. Kneifel - Sieben Siegel zum Nichts (1978) 77. Kneifel - Sternenstadt (1978) 78. Patton - Katakomben der Goetter (1978) 79. Hoffmann - Sonnenwalzer (1978) 80. Patton - Projekt Achterbahn (1978) 81. Kneifel - Fuerst der Dunkelwelt (1978) 82. Hoffmann - Sternenkind (1978) 83. Hoffmann - Signale vom Transpluto (1978) 84. Kneifel - Tore zur Hoelle (1978) 85. Kneifel - Nacht ueber Terra (1978) 86. Patton - Schicksalskreis Stonehenge (1978) 87. Hoffmann - Operation Alpha Centauri (1978) 1. Jugendabenteuer 88. Ewers - Quarantaenewelt (1978) 89. Kneifel - Bruecke ins All (1979) 90. Hoffmann - Langrange-Punkt L 5 (1979) 91. Kneifel - Zeitreisende wider Willen (1979) 92. Hoffmann - Projekt Goettersaga (1979) 93. Ewers - Toedliche Programmierung (1979) 94. Patton - Allein im Weltraum (1979) 95. Kneifel - Komet aus der Vergangenheit (1979) 96. Kneifel - Welt im Nirgendwo (1979) 97. Ewers - Traum-Party (1979) 98. Hoffmann - Planet der Raetsel (1979) 2. Jugendabenteuer 99. Patton - Im Zeichen der Goetter (1979) 100. Ewers - Zeitfaktor unbekannt (1979) 101. Hoffmann - Galaxis der toten Sterne (1979) 102. Hoffmann - Fischer der Sternenwueste (1979) 103. Hoffmann - Bewohner des Hades (1980) 104. Kneifel - Waechter des kosmischen Raetsels (1980) 105. Hoffmann - Heimstatt des Goldenen Eies (1980) 106. Ewers - Feind aus dem Dunkel (1980) 107. Patton - Kampfstation Baratha (1980) 108. Kneifel - Agenten auf Atlantis (1980) 109. Hoffmann - In Sklavenketten (1980) 3. Jugendabenteuer 110. Kneifel - Die Saat des Drachen (1980) 111. Patton - Unnfayers Geheimnis (1980) 112. Hoffmann - Festung im Hyperraum (1980) 113. Hoffmann - Tod vom Saturn (1980) 4. Jugendabenteuer 114. Kneifel - Spieleinsatz Erde (1980) 115. Ewers - Welt der Gespenster (1980) 116. Patton - Thors Hammer (1981) 117. Hoffmann - Welt der Zombies (1981) 5. Jugendabenteuer 118. Ewers - Die Sicherheitsschaltung (1981) 119. Ewers - Ring des Verderbens (1981) 120. Patton - Koenig Kenukai (1981) 121. Kneifel - Wrack vom Magellan (1981) 122. Hoffmann - Winterplanet (1981) 123. Patton - Langzeitwaffe Todeskristall (1981) 124. Kneifel - Schiff des Satans (1981) 125. Ewers - Sternengesang (1981) 126. Hoffmann - Verschollen auf Swamp (1981) 6. Jugendabenteuer 127. Hoffmann - Station des Satans (1981) 7. Jugendabenteuer 128. Patton - Zuflucht im All (1982) 129. Kneifel - Nandur und das Raubtier (1982) 130. Ewers - Aufbruch nach M 33 (1982) 131. Ewers - Nandurs Geheimnis (1982) 132. Hoffmann - Entdeckung auf Dusty (1982) 8. Jugendabenteuer 133. Patton - Kinder der Parallelwelt (1982) 134. Kneifel - Die Erde verschwindet (1982) 135. Ewers - Die Eroberer (1982) 136. Hoffmann - Der Weg nach Amalh (1983) 9. Jugendabenteuer 137. Patton - Mission im Mikrokosmos (1983) 138. Kneifel - Ein Hauch von Zukunft (1983) 139. Ewers - Ruf aus Praesepe (1983) 140. Hoffmann - Der Fuenferrat (1983) 10. Jugendabenteuer 141. Ewers - Expedition (1983) 142. Kneifel - Im Gedankennetz (1983) 143. Hoffmann - Nova (1983) 144. Kneifel - Die Ueberlebenden (1983) 145. Ewers - Zeitblockade (1984) Band 1 bis 15 sowie 17 bis 19 erschienen jeweils als Dreier-Zusammen- fassung 1983 im Tosa-Verlag. Band 2 erschien zudem als Hardcover 1969 im Boje-Verlag unter dem Titel "Befehl an Raumschiff ORION: Rettet die Erde!" b. Die Autoren der ORION-Serie Hanns Kneifel geb. 11.Juli 1936 in Gleiwitz Kneifel schrieb insgesamt 70 der 145 ORION-Romane. Er debuetierte 1956 mit dem Roman "Uns riefen die Sterne", der wie seine beiden naechsten Werke "Oasis, Tor zu den Sternen" und "Ferner als du ahnst" beim AWA- Verlag erschien. Nach dessen Pleite wechslte Kneifel zum Moewig-Verlag, wo 1961 sein vierter Roman "Das Serum des Gehorsams" als TERRA-Heftroman erschien. Kneifel avancierte rasch zu einem Stammautor des Moewig-Verlags, der mit Kneifel's "Der Traum der Maschine" seine neue Reihe TERRA TASCHEN- BUCH startete. Kneifel wurde auch eingeladen, an der Perry-Rhodan-Serie mitzuwirken, lehnte jedoch zunaechst wegen seines Studiums ab. Als er 1966 sein Examen machte, stieg er dann doch ins PR-Team ein. 1969 startete der PR-Ableger ATLAN, bei dem Kneifel von Anfang an zum Autorenteam ge- hoerte, ebenso wie der kurzlebigen Fantasy-Serie DRAGON (ab 1973) und dem spateren Pabel-Moewig-Fantasy-Versuch MYTHOR. Schon ab 1964 gehoerte Kneifel zu den Stammautoren der Perry-Rhodan-Planetenromane (inhaltlich unabhaengige Einzelabenteuer in Taschenbuchform), bei denen er sich bald dank seiner Atlan-Zeitabenteuer einen festen Namen unter den SF- und Fantasy-Fans machte, und bei denen er sein Faible fuer historische Aben- teuer ausleben konnte. Auch fuer die Piraten-Heftroman-Reihe "Seewoelfe" steuerte Kneifel einige Romane bei. Mit "Weihrauch fuer den Pharao" brachte Kneifel Anfang der Neunziger Jahre einen im alten Aegypten ange- siedelten Roman heraus, sein Hoerspiel "Das Insel-Dilemma: Berenice" wurde 1988 sogar ausgezeichnet. Kneifel veroeffentlichte insgesamt (Heftromane mitgezaehlt) ueber 600 Romane. Ernst Vlcek geb. 1941 in Wien Vlcek schrieb nur einen einzigen ORION-Roman als Vertreter von Hanns Kneifel. Seine erste Veroeffentlichung feierte Vlcek 1964 mit einer Kurzgeschichtensammlung in Zusammenarbeit mit Helmuth W. Mommers, die unter dem Titel "Das Problem des Epsilon" als TERRA SONDERBAND erschien. Dem folgten einige weitere Romane und Kurzgeschichtenbaende, die als UTOPIA-, TERRA-, TERRA-NOVA und TERRA-ASTRA-Romane erschienen. 1970 gelang ihm nach einigen PR-Taschenbuechern der Einstieg ins PR-Autoren- Team, ebenso wie in das ATLAN-Team. Unter dem Pseudonym Paul Wolf war er auch fuer die Serien DRAGON und MYTHOR taetig, fuer letztere auch als Expose-Redakteur. Nach dieser Erfahrung uebernahm Vlcek 1984 mit dem inzwischen verstorbenen Kurt Mahr die Perry-Rhodan-Exposeredaktion. H.G. Ewers (ist: Horst Gehrmann) geb. 1930 in Wiessenfels/Saale Ewers, der ab Band 41 fuer die Expose-Redaktion von ORION verantwortlich war und durch seine Expose-Richtung vielleicht ein wenig zum Niedergang der Serie beitrug, schrieb insgesamt 21 Romane. Seinen ersten SF-Roman veroeffentlichte er mit "Intrige auch Chibbu" 1963 als TERRA-Roman. Durch den Einstieg in TERRA konnte sich Ewers auch als Autor fuer TERRA TASCHENBUCH, TERRA ASTRA, ATLAN, PERRY RHODAN und die PR-Taschenbuecher etablieren. Zeitweise war er mit Peter Griese auch als Expose-Redakteur fuer ATLAN taetig. Unter dem Pseudonym Ken Porter hatte Ewers auch eine eigene Krimiserie bei Bastei-Luebbe und war dort auch als Autor fuer JERRY COTTON taetig. H.G. Francis (ist: Hans Guenther Franziskowsky) geb. 1936 in Itzehoe Francis schrieb nur drei ORION-Romane nach der Neukonzeption von Ewers, da er, obwohl als Stammautor vorgesehen, beim Neustart ORION's als eigenstaendige Serie aus Termingruenden nicht zur Verfuegung stand. Seine erste Veroeffentlichung markierte 1962 der UTOPIA-GROSSBAND "Die fuenf Oligos". Francis schrieb weiterhin fuer UTOPIA, ZAUBERKREIS SF, TERRA NOVA, TERRA ASTRA und ZUR BESONDEREN VERWENDUNG. Zu seinen verwendeten Pseudonymen zaehlen Ted Scott, R.C. Quoos-Raabe, Gunther Frank, H.G. Francisco und Heinz G. Francis. Als PERRY RHODAN sich an- schickte, zum Riesenerfolg zu werden, war Francis massgeblich an mehreren Konkurrenzserien wie MARK POWERS, DER HELD DES WELTALLS von Pabel, REN DHARK von Kelter und der von Francis mit Manfred Wegener konzipierten Serie REX CORDA sowie den in der Pabel-UTOPIA-Reihe erscheinenden AD- ASTRA-Serie beteiligt. Doch alle diese Projekte erwiesen sich als kurz- lebig, so dass Francis 1971 doch noch bei PERRY RHODAN und ATLAN landete. Francis schrieb spaeter die Drehbuecher zur PERRY-RHODAN-Hoerspiel-Serie und konzipierte die Jugendbuch- und Hoerspielreihe COMMANDER PERKINS. Francis blieb auch vorbehalten, mit "Kinder der Blauen Blume" den einzigen ORION-Roman zu schreiben, in dem die ORION-Crew nicht die Hauptrolle spielte. Horst Hoffmann geb. 1950 Hoffmann zeichnete fuer 30 ORION-Romane, darunter die 10 Jugendabenteuer der Crew, verantwortlich und zaehlte zu den beliebtesten ORION-Autoren. Hoffmann's Karriere begann mit der Herausgabe des eigenen Fanzines WATCH- TOWER. 1976 lancierte er seinen Roman "Sie warteten jenseits der Sterne" unter dem Pseudonym Neil Kenwood in Kelter's GEMINI-Romanserie. Im glei- chen Jahr brachte er bei TERRA ASTRA seinen Roman "Entscheidung auf Hades" unter. Wenig spaeter wurde er ins ATLAN- und ORION-Autorenteam berufen und uebernahm bei ORION auch bald die Betreung der Leserkontaktseite. Auch der Sprung ins PERRY-RHODAN-Team glueckte, wo er wie auch fuer ATLAN auch Innenillustrationen anfertigte. Hoffmann uebernahm auch die Leser- kontaktseite bei PERRY RHODAN und die Bearbeitung der Hardcover-Ausgabe dieser Serie. Ende der 80er Jahre begann Hoffmann aus gesundheitlichen Gruenden etwas kuerzer zu treten. Hoffmann war auch fuer MYTHOR als Autor taetig. Harvey Patton (ist: Hans Peschke) geb. 1923 in Breslau Patton, der seinen ersten Beruf mit graeflicher Butler angeben kann, schrieb 20 Romane fuer die ORION-Serie. Zur SF kam Patton nach dem Zweiten Weltkrieg ueber die SF-Serie UTOPIA. Nach einigen Aktivitaeten im Fandom erschien 1964 unter dem Pseudonym W. Brown sein erster Roman "Irrgarten Kosmos" im Leihbuchverlag Bewin, dem 14 weitere folgten. Patton schrieb unter den Pseudonymen Harvey Pearson und Peter Hansen auch Heftromane fuer UTOPIA, ZAUBERKREIS SF, TERRA ASTRA und RAUMSCHIFF PROMET. Gemeinsam mit Horst Hoffmann gelang ihm der Einstieg ins ATLAN- und ORION-Team, dem auch bald nach einigen Taschenbuechern der Sprung ins PERRY-RHODAN-Team folgte. Doch nach nur einem Roman wurde Patton dort geschasst, hatte er es als Frischling doch gewagt, einen Verbesserungs- vorschlag zu unterbreiten. Dies bedeutete spaeter noch einen schweren Schlag fuer Patton, denn als in den Achtziger Jahren die Heftserien aus- starben, blieb man bei PR nachtragend und verwehrte ihm die Rueckkehr ins Team. Patton gehoerte zu den Autoren, die wirklich an ORION inter- essiert waren und der auch stets betont, dass er die Serie gern fort- fuehren werde. Zusammen mit dem Fanclub URACEEL schrieb Patton auch die beiden inoffiziellen Romane, die die Serie zu einem Abschluss fuehrten. c. Die gescheiterte Fortsetzung RAUMPATROUILLE war von Anfang an auf mehr als nur sieben Folgen ausge- legt. Theo Nischwitz und sein Team hatten im Hinblick auf eine moegliche Fortsetzung bereits alle Trickszenen in Farbe gedreht und auch die kom- plette Darstellerriege war willens, in einer neuen Staffel mitzuwirken. Rolf Honold hatte auch einige neue Drehbuecher auf Lager (einige davon verwendete er spaeter in Kurzgeschichten, die in den Illustrierten "Freitag" und "Praline" veroeffentlicht wurden). Honold wollte in den sieben neuen Folgen mehr vom Leben im Jahr 3000 zeigen, "eine echte technische Zukunft", nicht mehr nur "Karl May im Weltraum". Inhaltlich schlossen Honold's Exposes an das Ende der ersten Staffel an, d.h. die ORION tat wieder Dienst in den Schnellen Raumkampfverbaenden. Tamara Jagellovsk sollte im GSD Karriere machen und selbst mit den Frogs sollte Frieden geschlossen werden. Als neuer Gegner waren die Uraniden geplant, die den Raum-Zeitsprung beherrschten. Doch obwohl sich sowohl Schau- spieler als auch Fans auf die zweite Staffel einstellten, kam das ploetz- liche Aus fuer die Fortsetzung. Die Gruende wurden nie vollstaendig geklaert. Zum einen haben sicherlich die fuer eine TV-Produktion dieser Zeit enormen Produktionskosten eine wesentliche Rolle gespielt - eine Stunde Serienkrimi war halt viel kostenguenstiger. Zum anderen nahm sich die Bavaria ploetzlich auch die negativen Kritiken zu herzen, die der Serie ja faschistische Zuege vorgeworfen hatte - ein Schlagwort, dass in Deutschland ja schnell gebraucht wird, wenn es um SF und Action geht. Vor der Ausstrahlung hatte die "Ideologie" der Serie allerdings bei der Bavaria noch keinen gestoert - stolz wies man im Presseheft auf die Waffentechnik hin, mit der "ganze Planetoiden zerschmolzen" werden. Nach jeder Wiederholung wurden die Sendeanstalten mit Briefen ueber- schuettet, doch im Gegensatz zur NBC und STAR TREK war der ORION kein Weiterflug vergoennt. Hartnaeckig haelt sich allerdings das Geruecht, es gebe tatsaechlich sieben in Farbe gedrehte Fortsetzungsfolgen, die aus (ideologischen?) Gruenden unter Verschluss gehalten wuerden. Diese Vermutungen koennen aber wohl getrost ins Reich der Science fiction verwiesen werden. Seit den Achtziger Jahren wird nun auch immer wieder einmal ueber einen ORION-Kinofilm nachgedacht und mehr als einmal bekundeten alle Darsteller ihren Willen, mitzumachen. Dietmar Schoenherr sagte, er wuerde gern das Thema Oekologie in neue ORION-Abenteuer einbringen, Wolfgang Voelz waere auch sehr gerne dabei und auch Eva Pflug bekundete ihr lebhaftes Inter- esse. Wie ernst diese Ueberlegungen zu nehmen waren, beweist Voelz' Aeusserung im Fernsehen aus dem Jahr 1989, in der er davon sprach, "dass es bald neue Geschichten der ORION geben wuerde, mit uns als alten Maen- nern." Auch ein Konzept fuer einen - laecherliche zwei Millionen DM teu- ren - Kinofilm lag bereits vor. Der Film sollte alte Schwarz-Weiss-Szenen und neu gedrehte Szenen mit den gealterten Darstellern beinhalten und einen Zeitsprung in unsere Gegenwart, aehnlich wie in STAR TREK IV und ebenso selbstironisch angelegt, schildern. Aus finanziellen Gruenden kam der Streifen nicht zustande, obwohl die Bavaria 53 Millionen DM fuer DIE UNENDLICHE GESCHICHTE II ausgeben konnte. An der Regie hatte u.a. Doris Doerrie (MAENNER) ihr Interesse bekundet. Doch 1990 hiess es aus den Bavaria-Studios, dass zumindest vorerst neue Abenteuer der ORION nicht zu erwarten seien. d. Das Comeback Die letzte TV-Folge 1966 gedreht, der letzte Roman 1984 erschienen - und dennoch bleibt ORION in aller Munde - warum? Der Grund ist in einigen findigen Kinobesitzern zu sehen, die 1988 anlaesslich der Berliner Film- festspiele die RAUMPATROUILLE ins Programm hievten und damit sensationelle Erfolge feierten. Ob lange Filmnaechte mit allen Folgen, auf zwei Abende verteilt oder als "Best of" - das Sputnik-Kino in Berlin war sechs Wochen lang ausverkauft. Auf den Geschmack gekommen, schickten die Ver- antwortlichen ORION auf Tournee - Hamburg, Frankfurt, Schwaebisch Gmuend, ueberall das gleiche Bild. Die findigen Kinobesitzer gruendeten einen Filmverleih und brachten die Serie in die Programmkinos in ganz Deutsch- land. 1989/1990 wurde ORION zum Programmkino-Hit und mehr als nur einmal gab es wahre ORION-Parties mit dem passenden Outfit. Peter Thomas' Sound- track verkaufte sich ploetzlich - erstmals auf CD erhaeltlich - wie warme Semmeln und mehr als nur eine Pop-Gruppe nahm das ORION-Thema in modernem Gewand auf. Die Band XY schaffte damit sogar einen Auftritt in der "Formel Eins". XY hatten sich ein richtiges ORION-Konzept zugelegt, zu dem auch die passenden Pseudonyme gehoerten: Cliff Allistair McLain, Mario del Mampfo, Atan Mitsubishi, Hasso Starkstroem und Tamara Glasnost. Die weiter oben erwaehnten Taschenbuch-Neuauflagen fuehrten auch den ORION- Romanen neue Leser zu. 1993 dann weitere Meilensteine in der Geschichte des ORION-Comebacks: EUROVIDEO konnte gar nicht genug Exemplare seiner Sammleredition (die ORION-Folgen auf drei Videocassetten, in einer Luxus- Ausgabe zusaetzlich mit Fanbuch, Soundtrack-CD, T-Shirt und Poster) auf den Markt bringen und der Privatsender SAT1 schaffte den grossen Coup, sich die Rechte an der Kultserie zu sichern. Im Vorweihnachtsprogramm 1993 landete die RAUMPATROUILLE als erste oeffentlich-rechtlich produ- zierte TV-Serie im Programm eines Privatsenders und wurde gleich an- schliessend ins Vorprogramm von Star Trek - The Next Generation lanciert, wo das Buegeleisen teilweise hoehere Einschaltquoten erzielte als TNG. Und ein Ende ist nicht abzusehen... VI .ADRESSEN UND LITERATUR a. Adressen Autogrammadressen (Stand Juni 1991) Dietmar Schoenherr & Vivi Bach c/o Agentur Doris Mattes Merzstrasse 14 81679 Muenchen Claus Holm Ludwig-Barney-Platz 10 14197 Berlin Eva Pflug c/o Agentur v. Pilecki Eilandstrasse 12 81547 Muenchen Wolfgang Voelz Konstanzer Strasse 8 10707 Berlin Thomas Reiner Zirbenweg 11 82335 Berg Lieselotte Quilling Feichthofstrasse 88 81247 Muenchen Friedrich Georg Beckhaus Am Hegewinkel 64 14169 Berlin Ursula Lillig Baustrasse 6 60322 Frankfurt Margot Trooger Mauerberg 46 85748 Garching Die Autogrammadresse von Reinhard Glemnitz konnte nicht ermittelt werden. Bei Autogrammwuenschen nicht vergessen - Rueckporto oder Freiumschlag beilegen! Fuer die Richtigkeit der Adressen kann ich nicht garantieren! Ich versuche aber, die Adressen zu verifizieren. Die Adresse der Bavaria Filmstudios konnte nicht ermittelt werden. Die neue Postleitzahl von Geiselgasteig wird dringend gesucht! Goldmann Verlag (Taschenbuch-Neuausgabe) Neumarkter Strasse 18 81673 Muenchen Verlagsunion Pabel Moewig (Original-Ausgaben) Karlsruher Strasse 31 76437 Rastatt Haffmanns Verlag (Nostalgie-Taschenbuch-Neuausgabe) Hubenstrasse 19 CH-8057 Zuerich / Schweiz ORION-Fanclubs: hier gilt das selbe wie fuer die Autogrammadressen - es kann keine Richtigkeit fuer die Angaben uebernommen werden; allerdings sind an alle aufgefuehrten Clubs Anschreiben unterwegs... ORION-Club URACEEL c/o Ralf Kramer Marler Strasse 1 46282 Dorsten ORION-Club GLANSKIS c/o Michael Dengler Habichtshoehe 27 59073 Hamm ORION-Club HYDRA c/o Detlef Eckardt Liststrasse 30 70180 Stuttgart ORION-Club LAURIN c/o Marc Heinrichs Wilhelmshavener Strasse 17 24105 Kiel b. ORION-Literatur und Quellenangaben Ein unentbehrliches Hilfmittel bei der Erstellung dieser Liste (und eine dringende Kaufempfehlung) war: Joerg Kastner - Das grosse Raumschiff-Orion-Fanbuch Goldmann TB 23642, ISBN-Nr. 3-442-23642-8 Alpers/Fuchs/Hahn/Jeschke - Reclams Science Fiction Fuehrer, Stuttgart 1982 Alpers/Fuchs/Hahn - Lexikon der Science Fiction Literatur, 2 Baende, Muenchen 1980 Giesen - Sagenhafte Welten - Der phantastische Film, Muenchen 1990 Keller - Die Traumfabrik. Bavaria Filmstadt Geiselgasteig - Ein Blick hinter die Kulissen, Muenchen 1988 VII.ANHANG Diese erste Fassung der ORION-"LaL" kann selbstverstaendlich keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit erheben. Wer Informationen hat, die in dieses Dokument gehoeren sollten, moege nicht zoegern, und mit dem Autor Kontakt aufnehmen. Besonders gesucht: Filmographien der einzelnen Darsteller (v.a. Eva Pflug), Goof's (d.h. Pannen, die in der Serie auftauchten), Kontakt- adressen (Clubs, Autogramme, etc.), ORION im Ausland... ORION-LaL-Kontakt: per Modem: +49-9131-538303 (V32B, V42B, 24 h online) STARFIRE BBS per Mailer: Fido 2:2490/2545 TrekNet D 37:1/300, TrekNet US 87:6009/9001, BOX OFFICE 177:490/100 per E-Mail: Markus_Risser@starfire.fido.de per Snail-Mail: Markus Risser, Hohe Warte 1, D-91080 Spardorf